Rosenau - Lokalität & Bühne in Stuttgart

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LIEBES PUBLIKUM, WERTE GÄSTE,

an dieser Stelle schreiben aus berufenem Munde unsere Künstler das Vorwort für unser Programmheft. Dieses Mal kommen die einleitenden Worte von Christine Eixenberger. Und ich freue mich, Sie schon bald wieder in der Rosenau zu begrüßen.
Ihr Michael Drauz!

Christine Eixenberger

Liebe feinstaubgefolterten Seelen aus und um Stuttgart,

wisst ihr, es gibt so Bühnen, da funktioniert gar nichts:
Ich so: „Was ... gäbe es denn zu essen?“
Veranstalter so: „Schmalzbrot!“
Ich so: „Ui – ha, mhhh, fein ... und sonst?“
Veranstalter so: „Ich verstehe die Frage nicht.“

Oder du hast ein Backstage vor dir, das dich an die JVA Stuttgart-Stammheim erinnert. Karg und überbelegt, weil du auf einem einsamen Holzstuhl sitzend 300 Kaisersemmeln beim Trocknen zusehen musst – es lebe die Schnitzelpanade! Und nein, bzgl. der JVA spreche ich nicht aus eigener Erfahrung. Ich habe das gegoogelt. Ich schwör!

Oder du hast einen Techniker vor dir, der zwar als Hausmeister ein Ass sein mag, dir aber beim Soundcheck auf die Frage „Kannst du mal das Bühnenlicht hochfahren?“ voller Inbrunst „Kleine Taschenlampe brenn“ von Markus vorträllert – und das meint der dann nicht romantisch. Sondern ernst. Weil Taschenlampe im Anschlag. Das alles könnte dir in der Rosenau nicht passieren. Das komplette Team macht seinen Job nämlich mit ganz viel Liebe und Wertschätzung für den Künstler. Das sieht man schon am Essen – es gibt Schmalzbrot + x. Voll gut.

Rosenau ist Familie. Und nicht im Sinne von „buckliger Verwandtschaft“, sondern im Sinne von fürsorglicher Familie. Man kümmert sich um dich. Es soll Kollegen gegeben haben, denen vor dem Einschlafen in der Künstlerwohnung sogar noch was aus eben diesem Programmheft hier vorgelesen wurde. Deshalb machen wir uns auch solche Mühe mit dem Vorwort. Damit der ein oder andere Kollege gut einschlafen kann. Wirklich! Ihr solltet hier her kommen, wenn ihr nicht eh schon Stammgäste seid. Denn es spielen tolle Leute hier. Auch aus dem Ausland! Künstler aus BAYERN! Das muss man sich mal vorstellen! Z. B. im April Hannes Ringlstetter. Oder im Mai Teresa Rizos. Und dann auch so Leute wie Jochen Malmsheimer mit seinem Programm „Ermpftschnuggn trødå“. Was auch immer das heißen mag. Aber Wurscht – als Bayer verseht dich ja auch oft keiner. Der Malmsheimer ist ein Guter. Da kann man hingehen. Und auch zum Rest der Kollegen: Olaf Bossi, Uli Boettcher, C. Heiland, Moritz Neumeier usw. Gönnt euch einen Abend in dieser wundervollen Location. Und fragt nach Schmalzbrot. Einfach, um ein bisserl Verwirrung zu stiften. Leben am Limit. Und dann bestellt’s was Gscheids und genießt‘s den Abend.

Alles Liebe
Eure Christine Eixenberger

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