Rosenau - Lokalität & Bühne in Stuttgart

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LIEBES PUBLIKUM, WERTE GÄSTE,

an dieser Stelle schreiben aus berufenem Munde unsere Künstler das Vorwort für unser Programmheft. Dieses Mal kommen die einleitenden Worte von Philipp Scharrenberg. Und ich freue mich, Sie schon bald wieder in der Rosenau zu begrüßen.
Ihr Michael Drauz!

Philipp Scharrenberg

Es sprach einst Gott zu Noah: „Boah!
Kommt mir Fernseh’n blöde voa!
Übel riecht das Menschheitskarma –
Höchste Zeit für’n Endzeitdrama!
Alle Sender, selbst die guten,
Will ich mit dem Mainstream luten!“
Gegen dies verschnarchte Grau’n
Sollt’ Noah nun ’ne Arche bau’n
Und die, die bess’res Karma hätten,
Vor dem Armagedd’n retten.
Dieser wollte nichts verschlimmern,
Ging mit Wimmern gleich ans Zimmern ...
Und als bald mit Wunderklang
Der Unterhaltungsuntergang
Der Senderlandschaft seichte Pracht
Dem Erdenboden gleichgemacht,
Da ragte wie ein kleiner Kai
Sein Bauwerk aus dem Einheitsbrei:
Ein Narrenschif aus fest vertäuten
Brettern, die die Welt bedeuten.
Schräge Vögel, bunte Hunde,
Spinner aus dem Untergrunde,
Schwarze Schafe, Gaukelpferde –
Kurz, SaTiere war’n als Herde
Nun in diesem großen Bau
Vereint, bekannt als „Rosenau“.
Und wenn die SCHWA’B im BOCKHORST brütet,
KAISER/PLAINguine hütet,
Wenn die MILLERwespe schlicht
KALANTARanteln PEARCEings sticht,
Wenn KRÄMERseel’n BOKOWSKI fahr’n
Und nicht an BINSERweisheit spar’n,
Wenn ZEPEZAUERochsen stolz
Im GUNKLen zieh’n durch WILDES HOLZ,
Dann ist das nur ein Bruchteil dessen,
Was dank Noah nicht vergessen!
Gott besah’s und kam zum Schluss,
Nachdem er anfangs voll Verdruss
Gedacht’, dass Noah Schrott gemacht:
„Humoa ist, wenn man trotzdem lacht.“

Philipp Scharrenberg

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