Rosenau - Lokalität & Bühne in Stuttgart

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Liebes Publikum, werte Gäste,

an dieser Stelle schreibt aus berufenem Munde einer unserer Künstler das Vorwort für unser Programmheft. Dieses Mal kommen die einleitenden Worte von Thomas Fröschle.
Und ich freu mich, Sie schon bald wieder in der Rosenau begrüßen zu dürfen. Ihr Michael Drauz.

Thomas Fröschle

Wer liest schon das Vorwort eines Programmheftes? Wenn wirklich alle launigen Beschreibungen der Künstlerprogramme schon zweimal durchgearbeitet worden sind und das vierte Bier auf sich warten lässt – dann vielleicht.

Sie lesen es? Das freut mich! Wir werden jetzt eine kurze, flüchtige Beziehung miteinander haben. Ich weiß, Sie sind nur auf ein kurzes Lustgefühl aus. Ein Schmunzeln, ein Lacher, eine Kontraktion der Muskeln im Affekt. Zugegeben, für mich ist es auch ganz schön. Aber diese Vorworte gelten eh nur für die nächsten drei Monate, dann macht’s Ihnen wieder ein anderer, frischer Autor. Also lassen Sie uns die gemeinsame Zeit genießen! Wer weiß heute schon, wie die Welt im Juli aussehen wird? Vielleicht löst Daimler bis dahin das Akku-Problem der Elektro-Autos und legt in den Kofferraum der neuesten Modelle serienmäßig ein 60 km-langes Ladekabel. Vielleicht ist in drei Monaten Donald Trump schon nicht mehr Präsident der USA! Ach, lassen Sie mich doch träumen. Mit Sicherheit wird China ein Hacker-Angriff auf Amerika gelingen und die Experten knacken in Sekundenschnelle Trumps Passwort: „grabherpussy69“. Ich habe keine Zweifel daran.

Und ebenso sicher werden Sie wunderbare Abende in der ROSENAU erleben, wenn Sie einfach hingehen. Sich physisch hierher bewegen und absitzen. Der Spielplan bietet verlässliches Vergnügen! Von den Stars der jungen Comedy-Generation wie Maxi Gstettenbauer, denen die sozialen Medien nonstop durchs Hirn pfeiffen, über die vor Gehalt und komischer Kompetenz strotzenden Bühnenbrecher wie El Mago Masin, Helge und das Udo und Uli Boettcher bis hin zu Kabarettisten und darstellenden Wortkünstlern mit berechtigtem Anspruch auf frühen Legenden-Status wie Matthias Egersdörfer und Jochen Malmsheimer. Uli Keuler wird ebenfalls wieder in der ROSENAU zu sehen sein, dessen Texte aus bestem Grund in den aktiven Sprachgebrauch der Region eingegangen sind. Und wenn wir alle, auch Du und ich, lieber Leser, einmal nicht mehr sein werden, wird man immer noch die Lieder von Sebastian Krämer spielen. Bis dahin singt er sie glücklicherweise schon mal selbst in der ROSENAU.

Sie stehen doch jetzt schon mit einem Bein in dieser Lokalität. Und das kann ich nur empfehlen, denn die ROSENAU ist etwas Besonderes. Wo sonst gibt es anspruchsvolle Unterhaltung in dieser Atmosphäre? Wo gibt es rustikale Speisen und geistige Gegenwart?

Nur in der ROSENAU – wo der Geistesblitz in die Maultasche einschlägt. Vielleicht haben ja sogar wir zwei hier mal etwas miteinander. Das könnte schön werden!

Leicht wuschige Grüße, Thomas Fröschle

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